- Kategorien
-
Schlagwörter
Alstätte Altersbestimmung Ammoniten Antarktis Archaeopteryx Arktis Bericht Biologie Blütenpflanzen Bohrkernlager Bondons Bornholm Bremen Chemie Chemnitz Chemosynthese Citizen Science Cornwall Damme Diatomeen Dinosaurier Dolomiten Eiszeit Eozän Evolution Exkursion Fische Foraminiferen Forschung Fossilfundstelle Fossilien Fossiliensuche Fotografie Frankreich Führung Geologe Geologie Geowissenschaftliche Sammlung Geowissenschaftlicher Arbeitskreis Geschiebe Gesteine Gletscher Goethe Gondwanaland Gotland Grand Causses Granit Haifischzähne Höver Insekten Isotopen Jura Kalk Kambrium Kammerlinge Karbon Kieselgur Kinder Klima Klimaerwärmung Klimaforschung Klimawandel Kohle Konkretionen Krankheiten Kreide Kristallographie Krokodile Lackfilm Langenberg Lebensweise Malta MARUM Meeresforschung Menhire Messel Mineralien Monte Bolca MOSAiC-Expedition Naturwelterbe Ökosystem Once upon a time Ordovizium Osnabrück Ozeane Paläontologie Perm/Trias-Grenze Pflanzen Piesberg Plattenkalk Pliozän Polkappen Präparation Reisen Riffe ROV Sammeln Schichtstufenlandschaft schwäbische Alb Sediment Sedimente Silur Solnhofen Spitsbergen Spuren Steinbruch STP Südfrankreich Tag der offenen Tür Tektonik Tiefsee Tithonium Tongrube Travertin Trias Tümmererz Ultraviolet UNISchullabor Unterkreide Urpferd Vögel Vortrag Wald Wealden Weihnachten Weihnachtsfeier Weser Geo-Highlight Willershausen Zardini
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: AG Geodynamik der Polargebiete
Im Zusammenhang mit dem Klimawandel wird in den Medien viel über die abschmelzenden Polkappen berichtet. In der Antarktis ist die Situation scheinbar widersprüchlich: während aus der West-Antarktis immer neue Rekorde bezüglich des Gletscherrückgangs gemeldet werden, verhält sich die Eiskappe der Ost-Antarktis weitgehend stabil. Der Grund für diese Unterschiede liegt in der Geschichte der unterliegenden Gesteinsschichten. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Entwicklung der Antarktis und ihrer Eiskappen; vom Auseinanderbrechen des Großkontinents Gondwana, über den Beginn der Vereisung, bis zum eventuellen Kollaps des westantarktischen Eisschildes in der Zukunft. Die vorgestellten neuen Erkenntnisse beruhen auf zwei Expeditionen des Forschungseisbrechers Polarstern in das Amundsen Meer.
Wegen der Corona-Krise ist dieser Termin abgesagt, siehe auch Thema Nr. 1: die Corona-Krise.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Werner Liebenberg
Goethe war als Berater des Herzogs Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757–1828) auch für Universitäten und im Bergbau zuständig. Dieses war ein Grund, daß er sich intensiv mit der Geologie und dem Bergbauwesen beschäftige. In diesem Zusammenhang unternahm er drei Harzreisen, auf denen er Bergwerke besuchte und Mineralien und Gesteine sammelte. Die Stationen dieser Harzreisen soll dieser Vortrag nachvollziehen und aus heutiger Sicht betrachten.
Vortragsort: Youtube-Livestream (YouTube-Kanal GSUB)
Dozent: PD Dr. Frank Lisker
Cornwall – das steht für englische Riviera, romantische Strände, steile Klippen, üppige Gärten, düstere Moore und Rosamunde Pilcher. Die idyllischen Landschaften der Grafschaft resultieren aus einer Geologie, die von der Variszischen Orogenese geprägt wurde – einer Gebirgsbildung, die vor 400-250 Millionen Jahren auch das Erzgebirge, den Harz und weite Teile Süd- und Westdeutschlands beeinflusste. In Cornwall führte sie zur Platznahme großer Granitkomplexe, deren Erze für mehrere Jahrhunderte eine wichtige Grundlage für den Reichtum Englands bildeten. Besonders in das Auge fallen aber die spektakulären Falten der cornischen Steilküsten, die in keinem seriösen Lehrbuch der Tektonik fehlen dürfen.
Vortragsort: Youtube-Livestream (YouTube-Kanal GSUB)
Dozent: Prof. Dr. Jens Lehmann
In der zweiten virtuellen Reise nach Cornwall soll es hauptsächlich um die Sedimentgesteine des Karbons gehen. Für die Zeit des Karbons sind in Mitteleuropa vor allem Sumpfwälder, und die daraus resultierende Kohle, ein zentrales Thema. An den steilen Küsten im Norden Cornwalls finden sich dagegen fast überhaupt keine kohligen Gesteinslagen in den von der Erosion angenagten Steilklippen, vielmehr bestehen die Sedimentschichten hier aus Sandsteinen bzw. Grauwacke genannten Gesteinen. Diese wurden im Meer aber auch in Brack- bzw. Süßwasserseen abgelagert. Das Gestein enthält mitunter interessante Spurenfossilien und selten auch fossile Fische.
Vortragsort: Youtube-Livestream (YouTube-Kanal GSUB)
Dozent: Prof. Dr. Jens Lehmann
Der Begriff Wealden bezeichnet festländische Sedimente der Unterkreidezeit. Sie wurden im Süß- und Brackwasser von Flussauen oder auch in Lagunen abgelagert. Der Begriff leitet sich vom Namen der südenglischen Landschaft Weald ab. Spannend am Wealden sind nicht nur dessen dynamische Ablagerungsbedingungen sondern auch seine Fossilien. Dieses sind zum Beispiel Pflanzen, Schildkröten, Haie, Krokodile. Besonders herausragend sind vor allem Fährten von Dinosauriern und deren Knochen. Die bedeutendsten Dinosaurierfunde Europas stammen aus dem Wealden.


