Felshang mit Dinosaurierspuren im Nationalpark Stilfserjoch Foto: Elio Della Ferrera; / AFP
Nach den kürzlich entdeckten Saurierspuren in Bolivien wurden nun kürzlich Trittsiegel in Italien von italienischen Forschern entdeckt. Im Südtiroler Nationalpark Stilfser Joch kam ihnen zuerst der Naturfotograf Elio Della Ferrera am 14. September „auf die Spur“.
Er war in der Region unterwegs, um Wildtiere zu fotografieren. Erste Bilder leitete er an den Paläontologen Cristiano Dal Sasso vom Naturkundemuseum in Mailand weiter.
Die Fußspuren tauchen über eine Strecke von ca. fünf Kilometern auf und sind hier auf mindestens sieben Bergrücken anzutreffen.
Der genaue Fundort liegt im Valdidentro, zwischen Livigno und Bormio. Hier sollen im Jahre 2026 Teile der olympischen Winterspiele Mailand-Cortina stattfinden. Die sie beherbergende Felswand steht fast senkrecht in ca. 2000 Metern Höhe und ist sehr unzugänglich. Aus diesem Grunde können Untersuchungen an der Felswand teilweise nur mit Drohnen stattfinden. Die Größe der Fußabdrücke beträgt bis zu 40 cm. Auf den Fährten sind sogar Krallenabdrücke zu erkennen.
Manche Spuren lassen Rückschlüsse auf komplexes Verhalten zu, wie von Herden, die sich synchron bewegten oder von Gruppen in kreisförmigen Formationen. Die Spuren gehören mit ihrem Alter von ca. 210 Mio. Jahren in die obere Triaszeit und sind somit auch für Dinosaurier recht alt. Damals war das Gebiet eine warme Lagune, in der wohl Herden von Dinosauriern herumstreiften. Die Fußspuren sind die ersten Dinosaurierfährten, die in der Lombardei entdeckt wurden. Die Tiere bewegten sich entlang der Ufer des damaligen Tethys-Ozeans. Die Landschaft war vergleichbar mit heutigen tropischen Küstengebieten. Nach Auskunft des Paläontologen Cristiano Dal Sasso vom Naturkundemuseum in Mailand entstanden die Spuren in schlammigem Untergrund, der später versteinerte. Bei den verursachenden Vierbeinern handelte es sich wohl um pflanzenfressende Prosauropoden, möglicherweise um Plateosaurier.
Die schiere Anzahl der Saurier-Fußtapfen und deren Erhaltung sind geradezu sensationell…
Ein Artikel zum Thema erschien u.a. in der Zeitschrift GEO
Vortragsort: MARUM Raum 0180 Dozent: Prof. Dr. Elda Miramontes García Die Tiefsee wirkt oft ruhig und still – doch in Wahrheit geht es dort manchmal turbulent zu. Riesige Ströme aus Wasser und Sediment, sogenannte Trübeströme,[...]
Der Förderverein “Freunde der Geowissenschaftlichen Sammlung der Universität Bremen e.V.“ lädt zu seiner jährlichen Fossilien- und Mineralien-Ausstellung ein. Unter dem Motto „Welt der Steine“ zeigen wir in vielfältiger Weise Interessantes aus der Welt der Mineralien[...]
Vortragsort: MARUM Raum 0180 Dozent: Michael Guhl Die Landschaften des Erdmittelalters wurden durchstreift von den größten landlebenden Pflanzenfressern, die je auf der Erde gelebt haben. Viele traten auch in großen Herden auf und prägten so[...]