Glänzende Kristalle und uralte Fossilien: Die Ausstellung „Welt der Steine“ hat das Kulturzentrum „Brodelpott“ in Bremen-Walle am 28. Februar und 1. März 2026 wieder in einen kleinen Schatzraum verwandelt – und damit nach 2023 erstmals erneut zahlreiche Besucherinnen und Besucher begeistert. Nach dem Umbau des Ausstellungsortes in den vergangenen zwei Jahren gab es endlich wieder viel zu entdecken: Mineralien, Gesteine, Fossilien, Bernstein und sogar einige archäologische Objekte – zum Staunen, Fachsimpeln und teilweise auch zum Kaufen.

Schon bevor am Samstag um 11 Uhr offiziell eröffnet wurde, standen die ersten Neugierigen bereit und strömten ins Kulturzentrum. Drinnen warteten echte Hingucker – darunter ein besonderes Highlight: Knochen und Zähne von eiszeitlichen Säugetieren wie dem Mammut und dem Steppenbison.

Dass die Veranstaltung so rund lief, ist vor allem dem großen Engagement des Fördervereins der Geowissenschaftlichen Sammlung an der Universität Bremen zu verdanken. Mit viel Leidenschaft und Erfahrung gelang es dem Team erneut eine Ausstellung auf die Beine zu stellen, die Wissen, Sammelleidenschaft und Gemeinschaft wunderbar zusammenbrachte.

Ein Publikumsmagnet war der Stand der Universität Bremen: Hier konnten Besucherinnen und Besucher ihre mitgebrachten Funde bestimmen und einschätzen lassen – eine Gelegenheit, die viele nutzten. Außerdem wurde im Rahmen der Medienpartnerschaft mit „FOSSILIEN – Erdgeschichte erleben“ für die Zeitschrift geworben.
Neben den Ausstellungsstücken trug auch das Drumherum zur guten Stimmung bei: Das Café im Kulturhaus verwöhnte die Gäste mit reichlich Getränken und Kuchen – und dank eines besonders üppigen Kuchen- und Tortenangebots wurde die Ausstellung auch kulinarisch zum Treffpunkt.
Auch Familien kamen auf ihre Kosten: Mit Dinopuzzle und der Haifischzahn-Suche in der Sandkiste wurde spielerisch entdeckt, gesucht und gestaunt. Im Mittelpunkt stand dabei Haifischzahn-Experte Alan Marsh der als Dino verkleidet die Kinder mit seiner besonders erfrischenden Art begeisterte. Die „Welt der Steine“ war damit klar eine Veranstaltung für Jung und Alt.

Sehr gut besucht waren die Vorträge der Universität Bremen. Die Ausstellung intensiv beworben worden – in der Presse, im Fernsehen bei „Buten und Binnen“, sowie mit Flyern und Plakaten. Inhaltlich boten die Vorträge eine spannende Mischung: Am Vormittag ging es um die Grundlagen – was Fossilien sind und wie sie entstehen. Am Nachmittag nahm Prof. Lehmann das Publikum mit in die Forschung und stellte aktuelle Expeditionen nach Spitzbergen und in die USA vor. Manche Gäste kamen gezielt wegen der insgesamt vier Vorträge – und blieben anschließend, um die Stände in Ruhe zu erkunden.
Die Geowissenschaftliche Sammlung Bremen nutzte die Gelegenheit außerdem, um viele Flyer für ihr Programm 2026 mit weiteren spannenden und informativen Vorträgen zu verteilen. Der Zuspruch – trotz eines Streiks im öffentlichen Personennahverkehr – zeigt deutlich: In Bremen und Umgebung gibt es ein starkes Interesse an Geologie – und die Veranstaltungen an der Universität werden immer bekannter. Einige Teilnehmende nahmen dafür sogar eine Anreise von mehr als einer Stunde in Kauf.

Unterm Strich bleibt: Die „Welt der Steine“ 2026 war nicht nur eine Ausstellung, sondern ein lebendiges Treffen für alle, die sich für Erdgeschichte, Sammeln und Naturwunder begeistern – organisiert vom Förderverein der Geowissenschaftlichen Sammlung an der Universität Bremen.


