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Am
2. Mai 2015 ist eine Exkursion zur Kreidegrube Höver vorgesehen. Die Exkursion findet gemeinsam mit Mitgliedern des Arbeitskreises Paläontologie Hannover statt.
Treffen: 8:00 Uhr Marum, Abfahrt: ca. 8:30 Uhr
Route: Von Bremen A 27 Richtung Hannover/Hamburg/Westenholz, Dreieck Walsrode weiter A7 Richtung Hannover, Ausfahrt 58 Hannover-Anderten, Schnellweg B 65 Richtung Hannover Misburg, Ausfahrt Richtung Hannover Anderten-Misburg/Höver/Tiergarten, an der Ampelkreuzung links Richtung Höver, nach wenigen Kilometern links das Werk Holcim/Höver. Ankunft geplant 10:00 Uhr. Aufenthalt in der Grube bis 15:00 Uhr.
Geländetaugliche Kleidung, Kleidung zum Umziehen, festes Schuhwerk, Rucksack mit Werkzeug (schwererer Hammer, Meißel), Papier zum Einpacken der Fossilien und Verpflegung.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: AG Geodynamik der Polargebiete
Im Zusammenhang mit dem Klimawandel wird in den Medien viel über die abschmelzenden Polkappen berichtet. In der Antarktis ist die Situation scheinbar widersprüchlich: während aus der West-Antarktis immer neue Rekorde bezüglich des Gletscherrückgangs gemeldet werden, verhält sich die Eiskappe der Ost-Antarktis weitgehend stabil. Der Grund für diese Unterschiede liegt in der Geschichte der unterliegenden Gesteinsschichten. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Entwicklung der Antarktis und ihrer Eiskappen; vom Auseinanderbrechen des Großkontinents Gondwana, über den Beginn der Vereisung, bis zum eventuellen Kollaps des westantarktischen Eisschildes in der Zukunft. Die vorgestellten neuen Erkenntnisse beruhen auf zwei Expeditionen des Forschungseisbrechers Polarstern in das Amundsen Meer.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Annalena Schäfer & Sina Schlack
Die Referentinnen berichten von ihrer Reise auf die schwedische Insel Gotland – die zweitgrößte Ostseeinsel. Gotland ist zum größten Teil aus Gesteinen der Silurzeit aufgebaut, besonders verbreitet ist Kalkstein der in historischer Zeit besonders intensiv genutzt wurde. Die Kalkbrennerei war auch ein wichtiger Faktor der Entwaldung der Insel. Der Kalkstein repräsentiert die bekannten Riffablagerungen Gotlands. Um letztere soll es hauptsächlich in dem Vortrag gehen. Die fossilen Riffe bestehen hauptsächlich aus Korallen, enthalten aber auch sehr häufig Fossilien von Armfüßern und Moostierchen.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Michael Guhl
Fossile Pflanzen werden in den seltensten Fällen vollständig gefunden. Somit ist es schwierig, ein Bild der ganzen Pflanze zu erhalten. Der Vortrag geht darauf ein, wie aus vielen verschiedenen Einzelteilen wissenschaftlich fundierte Rekonstruktionen der ausgestorbenen Pflanzen und auch längst vergangener Landschaften erstellt werden. Oft hat die unterschiedlich erfolgte Benennung der Pflanzenteile auch Zusammengehörigkeiten verschleiert – ein Puzzle was mit fortschreitender Forschung zunehmend fertig gestellt wird.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Ludwig Kopp
Die fremdartigen Formen vieler Fossilien machen sie zu besonders phantasieanregenden Objekten. „Denn der Glaube macht aus dem, das nichts ist, dass es sei und aus den Dingen, die unmöglich sind, macht es alles möglich.“ (Zitat Martin Luther). Die Mythologie, der Stand der Wissenschaft und die Christianisierung schufen, oder schaffen auch heute noch, ein Weltbild der Erde. In dem Vortrag wird die immerwährende, mythologische Sehnsucht der Menschen aufgezeigt. Im Vordergrund stehen hierbei die Fossilien und ihre Deutung.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Hartmut Benthien
Die Blütenpflanzen sind mit über 250 000 Arten die größte und vielgestaltigste Gruppe der Landpflanzen. Sie bilden Samen als Ausbreitungsorgane und innerhalb der Blütenpflanzen sind es die bedecktsamigen Pflanzen die uns heute mit ihren Blumen erfreuen und über ihre Funktion bei der Bestäubung eine enorme Bedeutung für den Menschen haben. Ihre Ursprünge liegen immer noch im Dunkeln, seit dem Auftauchen der Blütenpflanzen in der frühen Kreidezeit beherrschen sie alle Ökosysteme. Der Vortrag geht vor allem auf diesen evolutiven Erfolg ein.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Dr. Jens Lehmann
Viele Bremer sammeln während des Jahres 2015 wieder Gesteine, Fossilien und Mineralien. Deshalb wird neben dem gemütlichen Beisammensein auf der Weihnachtsfeier ein „Exponat des Jahres“ prämiert. Es ist dabei egal, ob dieses aus dem Bremer Umland, fernen Regionen Europas oder aus Übersee stammt. Das interessanteste, schönste oder am besten präparierte Stück wird als „Weser Geo-Highlight 2015“ von den Anwesenden gewählt und mit einem Preis ausgezeichnet. Außerdem präsentiert die Geosammlung ihre wichtigsten Neuzugänge des Jahres und das Vortragsprogramm für das Jahr 2016 wird vorgestellt.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Hartmut Benthien

Die Evolution der Pflanzen, und speziell der Blütenpflanzen(Angiospermen), ist ohne die Mithilfe von verschiedenen Tieren nicht denkbar. In erster Linie müssen die Blütenpflanzen aber selbst dreierlei Aufgaben bewältigen:
Eine maximierte Fotosynthese, hierzu gehört ein aufbauender Stoffwechsel. Die grundlegenden Voraussetzungen liefern hierzu der Bau und die Funktion des Blattes. Des Weiteren ist eine Optimierung der Logistik wichtig, darunter zu verstehen sind die Wasserversorgung und der Stofftransport durch ein leistungsfähiges Gefäßsystem. Die Sicherstellung der Vermehrung mittels Blüten- und Samenbildung; wobei Mutationen als Triebkräfte der Evolution auftreten.
Ein Einblick in die Systematik rundet den Vortag ab und zu guter Letzt wird die Frage diskutiert, was die Erkenntnisse mit der Gegenwart zu tun haben.
Vortragsort: Überseemuseum
Dozent: Dr. Jens Lehmann
Ammoniten lebten über 300 Millionen Jahre auf unserem Planeten, oftmals sind sie sehr häufig und Abertausende ihrer Fossilien finden sich in Gesteinen vom Devon bis in die Kreide. Über ihre Lebensweise und Biologie ist jedoch nur extrem wenig bekannt. In diesem Vortrag werden neue Forschungsergebnisse aufgezeigt und dargestellt was den Wissenszuwachs limitiert. Dabei wird unter anderem ein Multi-Proxy-Ansatz vorgestellt, bei dem morphologische Veränderungen von Ammonitenschalen mit Paläotemperaturdaten, Meeresspiegelveränderungen, Schwankungen im Sauerstoffgehalt und der Fluktuaktionen von Mikrofossilassoziationen verglichen werden.







