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Vortragsort: Überseemuseum
Dozent: Dr. Jens Lehmann
Ammoniten lebten über 300 Millionen Jahre auf unserem Planeten, oftmals sind sie sehr häufig und Abertausende ihrer Fossilien finden sich in Gesteinen vom Devon bis in die Kreide. Über ihre Lebensweise und Biologie ist jedoch nur extrem wenig bekannt. In diesem Vortrag werden neue Forschungsergebnisse aufgezeigt und dargestellt was den Wissenszuwachs limitiert. Dabei wird unter anderem ein Multi-Proxy-Ansatz vorgestellt, bei dem morphologische Veränderungen von Ammonitenschalen mit Paläotemperaturdaten, Meeresspiegelveränderungen, Schwankungen im Sauerstoffgehalt und der Fluktuaktionen von Mikrofossilassoziationen verglichen werden.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Dieter von Bargen

Das zentrale Nordamerika war zwischen 100 Millionen Jahren vor heute und dem Ende der Kreidezeit von einem flachen Meer bedeckt. In diesem Meer lebten eine Fülle verschiedener Tierarten, darunter hunderte von Ammonitenarten und Meeressaurier. Auf dem benachbarten Festland existierten derweil riesige Dinosaurierherden, die mitunter massenhaft fossil überliefert wurden. Der Vortrag zeigt schöne Fossilien aus dieser Region und berichtet über die Veränderung der damaligen Umwelt.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Werner Liebenberg

Der Begriff „ozeanisches anoxisches Ereignis“ (OAE) bezeichnet Phasen in der Erdgeschichte, während der das Wasser der Ozeane und Meere sauerstoffarm ist. Diese Zeitintervalle sind mit Aussterbe- und Ausbreitungsereignissen einzelner Tier- und Pflanzengruppen gekoppelt. Die genauen Hintergründe und Mechanismen sind sehr komplex und werden in der Wissenschaft stark diskutiert. Einige Vermutungen gehen dahin, dass OAEs mit Veränderungen der Meeresströmungen sowie mit Treibhausgasen und globaler Erwärmung einhergehen.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: PD Dr. Jens Lehmann

Der Hancock Park in der amerikanischen Metropole Los Angeles liegt heute inmitten einer „Megacity“. Es ist heute kaum vorstellbar, dass hier vor 40.000 bis 10.000 Jahren Teersümpfe existierten, die heute als eine der fossilreichsten Fundstellen aus dem Eiszeitalter bekannt sind. Es sind über 60 Säugetierarten beschrieben worden – von der winzigen Maus zum riesigen Elefanten. Am bekanntesten ist sicherlich das kalifornische „State Fossil“: Der Säbelzahntiger Smilodon californicus – mit gefährlichen Reißzähnen. Der Vortrag zeigt Funde die im Museum und an den Ausgrabungsstellen zu sehen sind sowie Rekonstruktionen der damaligen Tier- und Pflanzenwelt.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Jürgen Reinhardt

Im Dezember 2001 erklärte die UNESCO einen mehr als 150 km langen Küstenstreifen entlang der Küste von Dorset und East Devon zum Weltnaturerbe. Es steht damit Seite an Seite mit dem Grand Canyon und dem Great Barrier Reef. Grund zum Feiern also und so wurde diese Region gut ein Jahr später offiziell vom englischen Thronfolger als Weltnaturerbe eröffnet. Der Vortrag führt in diese geologisch und landschaftlich einzigartige Region, zeigt Fossilfunde und Gesteine aus über 200 Millionen Jahren Erdgeschichte, die hier auf kleiner Fläche zu entdecken sind. Damit wird keineswegs nur die Zeit des Jura abgehandelt, die namensgebend für diesen Küstenabschnitt ist.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Dr. Michael Siccha

Neue Entwicklungen im Bereich der Röntgenmikrotomographie (µCT) sowie des 3D-Drucks erlauben mittlerweile die Generation hochauflösender Modelle von Mikrofossilien sowie deren Druck als Kunststoffmodelle für Lehre und Ausstellungen. Im Vortrag wird anhand einer planktischen Foraminifere der vollständige Vorgang vom Mikrofossil über den µCT-Scan, die Rekonstruktion am Computer bis zum Druck des Modells erläutert und abgebildet.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Harald Rohe

Im Vortrag berichtet ein erfahrener Fossiliensammler über seine Reise nach Spitzbergen und die erlebten Abenteuer. Es wird die Geschichte und die Natur der Insel beschrieben sowie das Erlebnis und die Gefahren werden plastisch geschildert. Wussten Sie, dass auf Spitzbergen sogar Steinkohle gefördert wurde? Heute gehört das Naturparadies mit seinen Gletschern wieder fast ausschließlich den Eisbären. Der Mensch ist nur geduldeter Gast.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Dieter Siebert

Der Stemweder Berg ist ein Höhenrücken auf der Grenze von Nordrhein-Westfalen zu Niedersachsen – das nördlichste und kleinste Mittelgebirge Deutschlands. Seine Erhebungen reichen bis 181 m über Meereshöhe. In Geologenkreisen ist der Stemweder Berg berühmt. Hier wurde über Jahrhunderte sandiger Kalkstein abgebaut, wobei man schon früh auf Fossilien stieß. Sowohl häufige Fossilien wie Muscheln, Belemniten und Ammoniten treten hier auf, als auch seltene Wirbeltierfossilien. Anfang der 1980er Jahre kam eine Straßenbaustelle hinzu, bei der viele Sammler zahlreiche Fossilien fanden.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Ludwig Kopp

Das Neogen ist der Zeitabschnitt der Erdgeschichte, der zwischen 23 und 2,5 Millionen Jahren vor heute datiert ist. Klimatisch ist es von subtropischen Temperaturen gekennzeichnet bis hin zu einer Abkühlungsphase, welche auf den nahen Beginn der Eiszeiten hindeutet. Aus Sicht der Wirbeltierentwicklung bildeten die Vögel und Säugetiere zahlreiche neue Formen, aber auch die Evolution der Weichtiere erlebte einen enormen Schub. Vor allem Fossilien letzterer Gruppen sind häufig in Gesteinen des Neogens zu finden. Der Referent besuchte selbst viele Fossilfundstellen in Europa, und berichtet in diesem Vortrag über das norddeutsche Neogen.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: PD Dr. Jens Lehmann

Viele Bremer sammeln während des Jahres 2016 wieder Gesteine, Fossilien und Mineralien. Deshalb wird neben dem gemütlichen Beisammensein auf der Weihnachtsfeier ein „Exponat des Jahres“ prämiert. Es ist dabei egal, ob dieses aus dem Bremer Umland, fernen Regionen Europas oder aus Übersee stammt. Das interessanteste, schönste oder am besten präparierte Stück wird als „Weser Geo-Highlight 2016“ von den Anwesenden gewählt und mit einem Preis ausgezeichnet. Außerdem präsentiert die Geosammlung ihre wichtigsten Neuzugänge des Jahres und das Vortragsprogramm für das Jahr 2017 wird vorgestellt.Neogen.

