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Am 15. November 2014 von 11-17 Uhr feiert die Geowissenschaftliche Sammlung der Universität Bremen einen Tag der offenen Tür. Alle sind herzlich willkommen, einen Blick hinter die Kulissen der Sammlungsarbeit zu werfen und Millionen Jahre alte Fossilien und Mineralien zu bewundern. Im Mittelpunkt stehen die beiden neuen Exponate: Der Abguss eines Dinosaurierskelettes (Iguanodon), sowie ein fossiler Riesenhirsch sind die neuen Schmuckstücke der Paläontologischen Sammlung. Für alle Besucher wird geboten: Haifischzähne suchen, allgemeinverständliche Impulsvorträge zum Thema Saurier und Paläontologie, Blick hinter die Kulissen, Schaupräparation von Fossilien, kurze Bernstein-Vorträge, eine kleine Ausstellung über Bernstein und vieles mehr.
Ort: MARUM Raum 0180
Dozent:PD Dr. Jens Lehmann
Viele Bremer sammeln während des Jahres 2014 wieder Gesteine, Fossilien und Mineralien. Deshalb wird neben dem gemütlichen Beisammensein auf der Weihnachtsfeier ein „Exponat des Jahres“ prämiert. Es ist dabei egal, ob dieses aus dem Bremer Umland, fernen Regionen Europas oder aus Übersee stammt. Das interessanteste, schönste oder am besten präparierte Stück wird als „Weser Geo-Highlight 2014“ von den Anwesenden gewählt und mit einem Preis ausgezeichnet. Außerdem präsentiert die Geosammlung ihre wichtigsten Neuzugänge des Jahres und das Vortragsprogramm für das Jahr 2015 wird vorgestellt.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Werner Liebenberg
Die Cham des Bondons ist ein kleines, abgelegenes Kalkplateau im äußersten Nordosten der Grands Causses, eingezwängt zwischen den Cevennen und dem Granit des Mont Lozère. Der Vortrag führt in eine eindrucksvolle Landschaft mit den Verwitterungsformen des Granit, Zeugenbergen des Jura und weit zurück in die vorgeschichtliche Besiedlung der Region.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: PD Dr. Jens Lehmann
Dieser Reisebericht über die dänische Insel Bornholm thematisiert die Geologie abseits der Granitküsten und der Sandsteine des frühesten Erdaltertums – die bereits in einem früheren Vortrag zur Sprache kammen. Da Bornholm geologisch und landschaftlich enorm vielfältig ist, berichtet der Vortragende dieses Mal ausschließlich über die Ablagerungen seit dem Ordovizium vor über 450 Millionen Jahren und über die Fossilien und jeweiligen Ablagerungsbedingungen. Es werden schöne Landschaftsbilder und Fossilaufnahmen gezeigt.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Alan Marsh
Von Haien und Walen findet man nach Jahrmillionen meist nur noch deren widerstandsfähigste Körperteile, Haizähne und Walknochen. In Teilen der Benelux-Länder kommen solche fossilen Hinterlassenschaften in Sedimenten aus dem Miozän, einer Zeit vor 5 bis 23 Millionen Jahren, häufig vor. Alan Marsh stellt Fundstücke aus dem Hafengebiet von Antwerpen in Belgien vor und zeigen wie man nach fossilen Haizähnen sucht. Der Vortragende ist Praktiker in der Erforschung des Lebensraumes am Rand der „Ur-Nordsee“. Um ein vollständiges Bild zu bekommen, sind weitere Informationen wichtig, so sammelt er auch andere Fossilien wie Muscheln und Schnecken.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Dieter Siebert
Der Referent berichtet über den ehemaligen Bergbau in der Eisenerzgrube Damme, in der in den Jahren 1939 bis 1967 Trümmereisenerz gefördert wurde. Darüber hinaus kommen die geologischen Schichten dieser Region und deren Mineralien und Fossilien zur Sprache. Die tonigen Schichten der Unterkreidezeit enthalten harte Toneisensteingeoden. Das Trümmereisenerz von Damme besteht aus dem Schutt des oberkreidezeitlichen Meeres, dass diese viel älteren Toneisensteingeoden einst aufgearbeitet und wieder abgelagert hat.
Am
2. Mai 2015 ist eine Exkursion zur Kreidegrube Höver vorgesehen. Die Exkursion findet gemeinsam mit Mitgliedern des Arbeitskreises Paläontologie Hannover statt.
Treffen: 8:00 Uhr Marum, Abfahrt: ca. 8:30 Uhr
Route: Von Bremen A 27 Richtung Hannover/Hamburg/Westenholz, Dreieck Walsrode weiter A7 Richtung Hannover, Ausfahrt 58 Hannover-Anderten, Schnellweg B 65 Richtung Hannover Misburg, Ausfahrt Richtung Hannover Anderten-Misburg/Höver/Tiergarten, an der Ampelkreuzung links Richtung Höver, nach wenigen Kilometern links das Werk Holcim/Höver. Ankunft geplant 10:00 Uhr. Aufenthalt in der Grube bis 15:00 Uhr.
Geländetaugliche Kleidung, Kleidung zum Umziehen, festes Schuhwerk, Rucksack mit Werkzeug (schwererer Hammer, Meißel), Papier zum Einpacken der Fossilien und Verpflegung.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: AG Geodynamik der Polargebiete
Im Zusammenhang mit dem Klimawandel wird in den Medien viel über die abschmelzenden Polkappen berichtet. In der Antarktis ist die Situation scheinbar widersprüchlich: während aus der West-Antarktis immer neue Rekorde bezüglich des Gletscherrückgangs gemeldet werden, verhält sich die Eiskappe der Ost-Antarktis weitgehend stabil. Der Grund für diese Unterschiede liegt in der Geschichte der unterliegenden Gesteinsschichten. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Entwicklung der Antarktis und ihrer Eiskappen; vom Auseinanderbrechen des Großkontinents Gondwana, über den Beginn der Vereisung, bis zum eventuellen Kollaps des westantarktischen Eisschildes in der Zukunft. Die vorgestellten neuen Erkenntnisse beruhen auf zwei Expeditionen des Forschungseisbrechers Polarstern in das Amundsen Meer.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Annalena Schäfer & Sina Schlack
Die Referentinnen berichten von ihrer Reise auf die schwedische Insel Gotland – die zweitgrößte Ostseeinsel. Gotland ist zum größten Teil aus Gesteinen der Silurzeit aufgebaut, besonders verbreitet ist Kalkstein der in historischer Zeit besonders intensiv genutzt wurde. Die Kalkbrennerei war auch ein wichtiger Faktor der Entwaldung der Insel. Der Kalkstein repräsentiert die bekannten Riffablagerungen Gotlands. Um letztere soll es hauptsächlich in dem Vortrag gehen. Die fossilen Riffe bestehen hauptsächlich aus Korallen, enthalten aber auch sehr häufig Fossilien von Armfüßern und Moostierchen.







