Kalender

Jan.
14
Do.
2016
Die Blütenpflanzen im Erdmittelalter – (R)Evolutionsstrategien @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Jan. 14 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Hartmut Benthien

Blütenpflanzen im Erdmittelalter
Blütenpflanzen im Erdmittelalter

Die Evolution der Pflanzen, und speziell der Blütenpflanzen(Angiospermen), ist ohne die Mithilfe von verschiedenen Tieren nicht denkbar. In erster Linie müssen die Blütenpflanzen aber selbst dreierlei Aufgaben bewältigen:

Eine maximierte Fotosynthese, hierzu gehört ein aufbauender Stoffwechsel. Die grundlegenden Voraussetzungen liefern hierzu der Bau und die Funktion des Blattes. Des Weiteren ist eine Optimierung der Logistik wichtig, darunter zu verstehen sind die Wasserversorgung und der Stofftransport durch ein leistungsfähiges Gefäßsystem. Die Sicherstellung der Vermehrung mittels Blüten- und Samenbildung; wobei Mutationen als Triebkräfte der Evolution auftreten.

Ein Einblick in die Systematik rundet den Vortag ab und zu guter Letzt wird die Frage diskutiert, was die Erkenntnisse mit der Gegenwart zu tun haben.

Jan.
25
Mo.
2016
Rätselhafte Bewohner früherer Meere @ Übersee-Museum Vortragssaal
Jan. 25 um 20:00 – 21:30

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Vortragsort: Überseemuseum
Dozent: Dr. Jens Lehmann

Ammoniten lebten über 300 Millionen Jahre auf unserem Planeten, oftmals sind sie sehr häufig und Abertausende ihrer Fossilien finden sich in Gesteinen vom Devon bis in die Kreide. Über ihre Lebensweise und Biologie ist jedoch nur extrem wenig bekannt. In diesem Vortrag werden neue Forschungsergebnisse aufgezeigt und dargestellt was den Wissenszuwachs limitiert. Dabei wird unter anderem ein Multi-Proxy-Ansatz vorgestellt, bei dem morphologische Veränderungen von Ammonitenschalen mit Paläotemperaturdaten, Meeresspiegelveränderungen, Schwankungen im Sauerstoffgehalt und der Fluktuaktionen von Mikrofossilassoziationen verglichen werden.

Feb.
11
Do.
2016
Nordamerika in der späten Kreidezeit – Planschbecken der Dinosaurier @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Feb. 11 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Dieter von Bargen

Planschbecken der Dinosaurier
Planschbecken der Dinosaurier

Das zentrale Nordamerika war zwischen 100 Millionen Jahren vor heute und dem Ende der Kreidezeit von einem flachen Meer bedeckt. In diesem Meer lebten eine Fülle verschiedener Tierarten, darunter hunderte von Ammonitenarten und Meeressaurier. Auf dem benachbarten Festland existierten derweil riesige Dinosaurierherden, die mitunter massenhaft fossil überliefert wurden. Der Vortrag zeigt schöne Fossilien aus dieser Region und berichtet über die Veränderung der damaligen Umwelt.

März
10
Do.
2016
Vergiftete Ozeane – die Ozeanischen Anoxischen Ereignisse @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
März 10 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Werner Liebenberg

Ozeanischen Anoxischen Ereignisse
Ozeanischen Anoxischen Ereignisse

Der Begriff „ozeanisches anoxisches Ereignis“ (OAE) bezeichnet Phasen in der Erdgeschichte, während der das Wasser der Ozeane und Meere sauerstoffarm ist. Diese Zeitintervalle sind mit Aussterbe- und Ausbreitungsereignissen einzelner Tier- und Pflanzengruppen gekoppelt. Die genauen Hintergründe und Mechanismen sind sehr komplex und werden in der Wissenschaft stark diskutiert. Einige Vermutungen gehen dahin, dass OAEs mit Veränderungen der Meeresströmungen sowie mit Treibhausgasen und globaler Erwärmung einhergehen.

Apr.
14
Do.
2016
Von Säbelzahntigern und Eiszeitelefanten – Die „Rancho La Brea tar pits“ in Los Angeles, USA @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Apr. 14 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: PD Dr. Jens Lehmann

Rancho La Brea tar pits
Rancho La Brea tar pits

Der Hancock Park in der amerikanischen Metropole Los Angeles liegt heute inmitten einer „Megacity“. Es ist heute kaum vorstellbar, dass hier vor 40.000 bis 10.000 Jahren Teersümpfe existierten, die heute als eine der fossilreichsten Fundstellen aus dem Eiszeitalter bekannt sind. Es sind über 60 Säugetierarten beschrieben worden – von der winzigen Maus zum riesigen Elefanten. Am bekanntesten ist sicherlich das kalifornische „State Fossil“: Der Säbelzahntiger Smilodon californicus – mit gefährlichen Reißzähnen. Der Vortrag zeigt Funde die im Museum und an den Ausgrabungsstellen zu sehen sind sowie Rekonstruktionen der damaligen Tier- und Pflanzenwelt.

Mai
12
Do.
2016
Die „Jurassic Coast“ in Südengland – einzigartige Einblicke in die Erdgeschichte @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Mai 12 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Jürgen Reinhardt

Jurassic Coast
Jurassic Coast

Im Dezember 2001 erklärte die UNESCO einen mehr als 150 km langen Küstenstreifen entlang der Küste von Dorset und East Devon zum Weltnaturerbe. Es steht damit Seite an Seite mit dem Grand Canyon und dem Great Barrier Reef. Grund zum Feiern also und so wurde diese Region gut ein Jahr später offiziell vom englischen Thronfolger als Weltnaturerbe eröffnet. Der Vortrag führt in diese geologisch und landschaftlich einzigartige Region, zeigt Fossilfunde und Gesteine aus über 200 Millionen Jahren Erdgeschichte, die hier auf kleiner Fläche zu entdecken sind. Damit wird keineswegs nur die Zeit des Jura abgehandelt, die namensgebend für diesen Küstenabschnitt ist.

Juni
9
Do.
2016
3D Druck von Mikrofossilien @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Juni 9 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Dr. Michael Siccha

3D Druck
3D Druck

Neue Entwicklungen im Bereich der Röntgenmikrotomographie (µCT) sowie des 3D-Drucks erlauben mittlerweile die Generation hochauflösender Modelle von Mikrofossilien  sowie deren Druck als Kunststoffmodelle für Lehre und Ausstellungen. Im Vortrag wird anhand einer planktischen Foraminifere der vollständige Vorgang vom Mikrofossil über den µCT-Scan, die Rekonstruktion am Computer bis zum Druck des Modells erläutert und abgebildet.

Sep.
8
Do.
2016
Soweit die Füße tragen – Geologische Reiseimpressionen aus Spitzbergen @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Sep. 8 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Harald Rohe

Reiseimpressionen aus Spitzbergen
Reiseimpressionen aus Spitzbergen

Im Vortrag berichtet ein erfahrener Fossiliensammler über seine Reise nach Spitzbergen und die erlebten Abenteuer. Es wird die Geschichte und die Natur der Insel beschrieben sowie das Erlebnis und die Gefahren werden plastisch geschildert. Wussten Sie, dass auf Spitzbergen sogar Steinkohle gefördert wurde? Heute gehört das Naturparadies mit seinen Gletschern wieder fast ausschließlich den Eisbären. Der Mensch ist nur geduldeter Gast.

Okt.
13
Do.
2016
Maasechse und Muscheln – Faszinierende Fossilien vom Stemweder Berg @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Okt. 13 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Dieter Siebert

Fossilien vom Stemweder Berg
Fossilien vom Stemweder Berg

Der Stemweder Berg ist ein Höhenrücken auf der Grenze von Nordrhein-Westfalen zu Niedersachsen – das nördlichste und kleinste Mittelgebirge Deutschlands. Seine Erhebungen reichen bis 181 m über Meereshöhe. In Geologenkreisen ist der Stemweder Berg berühmt. Hier wurde über Jahrhunderte sandiger Kalkstein abgebaut, wobei man schon früh auf Fossilien stieß. Sowohl häufige Fossilien wie Muscheln, Belemniten und Ammoniten treten hier auf, als auch seltene Wirbeltierfossilien. Anfang der 1980er Jahre kam eine Straßenbaustelle hinzu, bei der viele Sammler zahlreiche Fossilien fanden.

Nov.
10
Do.
2016
Auf dem Weg in die Eiszeit – Fossilien und Sedimente aus dem Neogen Norddeutschlands @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Nov. 10 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Ludwig Kopp

Neogen Norddeutschlands
Neogen Norddeutschlands

Das Neogen ist der Zeitabschnitt der Erdgeschichte, der zwischen 23 und 2,5 Millionen Jahren vor heute datiert ist. Klimatisch ist es von subtropischen Temperaturen gekennzeichnet bis hin zu einer Abkühlungsphase, welche auf den nahen Beginn der Eiszeiten hindeutet. Aus Sicht der Wirbeltierentwicklung bildeten die Vögel und Säugetiere zahlreiche neue Formen, aber auch die Evolution der Weichtiere erlebte einen enormen Schub. Vor allem Fossilien letzterer Gruppen sind häufig in Gesteinen des Neogens zu finden. Der Referent besuchte selbst viele Fossilfundstellen in Europa, und berichtet in diesem Vortrag  über das norddeutsche Neogen.

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