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Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Dieter Siebert
Unter dem Namen „Monte Bolca“ ist eine der bedeutendsten klassischen Fossilfundstellen der Welt bekannt. Die etwa 50 Millionen Jahre alten Plattenkalke haben eine große Anzahl sehr schöner Fische aus dem Eozän geliefert, die ihresgleichen sucht. „Monte Bolca“ ist ein Fenster in die Erdgeschichte, die uns eine Momentaufnahme in einer besonders wichtigen Phase der Evolution der Fische zeigt und somit spielt die Fundstelle eine entscheidende Rolle in der Geschichte der Geologie und Paläontologie.
Wegen der Corona-Krise ist dieser Termin abgesagt, siehe auch Thema Nr. 1: die Corona-Krise.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Werner Liebenberg
Goethe war als Berater des Herzogs Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757–1828) auch für Universitäten und im Bergbau zuständig. Dieses war ein Grund, daß er sich intensiv mit der Geologie und dem Bergbauwesen beschäftige. In diesem Zusammenhang unternahm er drei Harzreisen, auf denen er Bergwerke besuchte und Mineralien und Gesteine sammelte. Die Stationen dieser Harzreisen soll dieser Vortrag nachvollziehen und aus heutiger Sicht betrachten.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Prof. Jens Lehmann
ABSAGE WEGEN CORONA-VIRUS!
Der Begriff Wealden bezeichnet Sedimente der Unterkreidezeit die im Süß- und Brackwasser von Flussauen, bzw. in Lagunen abgelagert wurden. Der Begriff leitet sich vom Namen der südenglischen Landschaft Weald ab. Spannend am Wealden sind seine Fossilien, zum Beispiel Pflanzen, Schildkröten, Haie, Krokodile. Besonders herausragend sind vor allem Fährten von Dinosauriern und deren Knochen, die bedeutendsten Dinosaurierfunde Europas stammen aus dem Wealden.

DIESE VERANSTAKTUNG WURDE WEGEN DER CORONA-PANDEMIE ABGESAGT! Am 11. Juli 2020 ist eine Exkursion zur Kreidegrube Höver geplant. Nähere Information dazu von Werner Liebenberg beim jeweiligen Treffen des Geowissenschaftlichen Arbeitskreises der Universität Bremen. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt.
Treffpunkt für die gemeinsame Anfahrt ist 7:30 Uhr vor dem MARUM.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Hartmut Benthien
Umwelt und Klima vor 3 Mio. Jahren, also vor den einsetzenden Eiszeiten des Pleistozäns, können anhand von über 50.000 Versteinerungen von ca. 500 Tier- und Pflanzenarten rekonstruiert werden.
Ein Schwerpunkt des Vortrags dreht sich um die mannigfaltigen und beeindruckenden Fossilien, die in der ehemaligen Tongrube von Willershausen gefunden wurden, ferner wird auf die besonderen Fossilisationsbedingungen eingegangen.
Die Tier- und Pflanzenwelt zeigte sich artenreicher als zur heutigen Zeit bei annähernd ähnlichem Klima. Viele fossile Arten überstanden die Eiszeiten nicht, einige kommen heute allerdings noch in Südost-Asien und in Nord-Amerika vor.
Angesichts der Klimaerwärmung stellt sich die Frage nach möglichen Veränderungen im heutigen bzw. zukünftigen Ökosystem.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Jürgen Reinhardt & Andreas Witzel
ABSAGE WEGEN PANDEMIE!
Der Steinbruch am Piesberg bei Osnabrück ist einer der größten Steinbrüche Europas, die darin enthaltene Kohle wurde bereits in historischer Zeit abgebaut. Der Piesberg erschließt Schichten des Oberkarbon, sie repräsentieren Ablagerungen des karbonzeitlichen Treibhausklimas, indem die urzeitlichen Wälder extrem gut gedeihen konnten. Aus diesem Grund finden sich vor allem sehr viele Pflanzenfossilien in den Schichten, aber der Piesberg ist auch für tierische Fossilien bekannt. Lange Zeit war die Fundstelle vor allen Dingen für Pfeilschwanzkrebse berühmt, seit einiger Zeit machen aber optisch weit weniger attraktive Fossilien Schlagzeilen. Diese sind eher klein und unscheinbar, aber wissenschaftlich enorm bedeutsam. Über alte und in neuerer Zeit getätigte Funde vom Piesberg berichtet dieser Vortrag.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Jürgen Reinhardt, Andreas Witzel, Werner Liebenberg & Prof. Jens Lehmann
ABSAGE WEGEN PANDEMIE!
“Citizen Science” – auf Deutsch auch als Bürgerforschung bezeichnet – ist auf dem Vormarsch. Immer mehr Forschungseinrichtungen in Deutschland arbeiten mit Laien zusammen, was für beide Seiten von Vorteil ist. Zum einen würde über viele Forschungsfragen ohne “Citizen Science” niemand arbeiten, zum anderen erfüllen sich viele Laien einen Forschertraum. Sie verwirklichen sich und haben Freude an dieser Arbeit.“Citizen Science” ist keine neue Erfindung, besonders die Paläontologie ist für das Thema von jeher prädestiniert, denkt man beispielsweise an Gideon Mantell der als Arzt im 19. Jahrhundert in seiner Freizeit forschte und viele Fossilien erstmals beschrieb. Über die Aktivitäten der Laienarbeit in der Geowissenschaftlichen Sammlung der Universität Bremen berichten wir an diesem Abend und zeigen was und wieviel bereits bewegt wurde.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Werner Liebenberg
In den Travertinen von Weimar, Ehringsdorf und Taubach werden seit gut zwei Jahrhunderten Säugetierfossilien gefunden. Selbst in Goethes Sammlung finden sich interessante Stücke. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts sind die Travertine auch eine bedeutende Neandertaler-Fundstätte. Eine beachtliche Anzahl von Funden kam durch Ankauf und Schenkung an das Bremer Überseemuseum. Der Vortrag stellt diese Fossilien vor und erzählt ihre Geschichte.
Auch wenn von Seiten der Universität keine Maskenpflicht mehr bestehen wird möchten wir Sie zu Ihrer und unserer Sicherheit bitten vorerst noch eine FFP2 Maske auf den Treffen zu tragen (mit Ausnahme des jeweiligen Vortragenden). Da wir bei unseren Treffen einige Teilnehmer aus vulnerablen Gruppen haben wäre das ein solidarischer Akt um diese zu schützen. Herzlichen Dank für das Verständnis.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Jürgen Reinhardt
Der Piesberg im Osnabrücker Bergland ist eine der bedeutendsten Fundstellen für Fossilien aus dem Karbon weltweit. Früher vor allem für seine in irisierenden Farben erhaltenen Pflanzenfossilien bekannt, ist er in den letzten Jahren durch spektakuläre Insektenfunde berühmt geworden. Neben den paläontologischen Funden wird im Vortrag auch die historische und wirtschaftliche Bedeutung des Piesberges als Kohlezeche im 19. Jahrhunderts und als Steinbruch für Sandstein im 20. Jahrhundert besprochen.
Auch wenn von Seiten der Universität keine Maskenpflicht mehr bestehen wird möchten wir Sie zu Ihrer und unserer Sicherheit bitten vorerst noch eine FFP2 Maske auf den Treffen zu tragen (mit Ausnahme des jeweiligen Vortragenden). Da wir bei unseren Treffen einige Teilnehmer aus vulnerablen Gruppen haben wäre das ein solidarischer Akt um diese zu schützen. Herzlichen Dank für das Verständnis.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Prof. Tilo von Dobeneck

Während der letzten Eiszeiten war Kanada fast vollständig durch den mächtigen Laurentischen Eisschild bedeckt, dessen Rückzug vor ca. 18.000 Jahren begann und erst vor ca. 4000 Jahren beendet war. Das Abschmelzen der Eismassen führte zu gewaltigen episodischen „Gletscherläufen“, Ausbrüchen von riesigen sub- und periglazialen Schmelzwasseransammlungen in den Nordwestatlantik. Fünf dieser Ausbrüche erfolgten durch das Gletschertal des St.-Lorenz-Eisstroms und wurden im Rahmen des bremisch-kanadischen Graduiertenkollegs ArcTrain anhand von Sedimentkernen von den Grand Banks von Neufundland erstmals genau rekonstruiert und datiert. Geophysikalische, sedimentologische und geochemische Verfahren liefern in Kombination ein schlüssiges Bild über den Ablauf dieser Ereignisse und die Herkunft und Charakteristik der als „Plumite“ bezeichneten Sedimentablagerungen.







