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Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Jürgen Reinhardt
Der Piesberg im Osnabrücker Bergland ist eine der bedeutendsten Fundstellen für Fossilien aus dem Karbon weltweit. Früher vor allem für seine in irisierenden Farben erhaltenen Pflanzenfossilien bekannt, ist er in den letzten Jahren durch spektakuläre Insektenfunde berühmt geworden. Neben den paläontologischen Funden wird im Vortrag auch die historische und wirtschaftliche Bedeutung des Piesberges als Kohlezeche im 19. Jahrhunderts und als Steinbruch für Sandstein im 20. Jahrhundert besprochen.
Auch wenn von Seiten der Universität keine Maskenpflicht mehr bestehen wird möchten wir Sie zu Ihrer und unserer Sicherheit bitten vorerst noch eine FFP2 Maske auf den Treffen zu tragen (mit Ausnahme des jeweiligen Vortragenden). Da wir bei unseren Treffen einige Teilnehmer aus vulnerablen Gruppen haben wäre das ein solidarischer Akt um diese zu schützen. Herzlichen Dank für das Verständnis.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Prof. Tilo von Dobeneck

Während der letzten Eiszeiten war Kanada fast vollständig durch den mächtigen Laurentischen Eisschild bedeckt, dessen Rückzug vor ca. 18.000 Jahren begann und erst vor ca. 4000 Jahren beendet war. Das Abschmelzen der Eismassen führte zu gewaltigen episodischen „Gletscherläufen“, Ausbrüchen von riesigen sub- und periglazialen Schmelzwasseransammlungen in den Nordwestatlantik. Fünf dieser Ausbrüche erfolgten durch das Gletschertal des St.-Lorenz-Eisstroms und wurden im Rahmen des bremisch-kanadischen Graduiertenkollegs ArcTrain anhand von Sedimentkernen von den Grand Banks von Neufundland erstmals genau rekonstruiert und datiert. Geophysikalische, sedimentologische und geochemische Verfahren liefern in Kombination ein schlüssiges Bild über den Ablauf dieser Ereignisse und die Herkunft und Charakteristik der als „Plumite“ bezeichneten Sedimentablagerungen.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Dr. Lester Lembke-Jene
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Dr. Gunnar Spreen
Dr. Gunnar Spreen ist Leiter der Arbeitsgruppe »Fernerkundung der Polarregionen« am Institut für Umweltphysik der Universität Bremen. Er beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit Satellitenbeobachtungen von Meereis in der Arktis und Antarktis. Gunnar Spreen studierte Physik in Hamburg und Bremen. Bei seiner Diplomarbeit wurde das Interesse für die Polarregionen und Satellitenfernerkundung geweckt. Sodass er sich damit während seiner Doktorarbeit in Ozeanographie an der Universität Hamburg weiter beschäftigte. Danach folgten Forschungsaufenthalte am NASA Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, Kalifornien, USA (bis 2012) und am norwegischen Polarinstitut in Tromsø (bis 2015).
Bei der MOSAiC-Expedition ist Gunnar Spreen als Mitglied des Project Boards für die Koordination der Fernerkundungsaktivitäten verantwortlich. Für insgesamt 5 Monaten war er mit an Bord des Forschungseisbrechers Polarstern, um mit Hilfe von Instrumenten auf der Eisscholle, die Satellitenbeobachtungen aus dem Weltall zu verbessern.
Von Oktober 2019 bis September 2020 driftete der Forschungseisbrecher Polarstern für ein Jahr mit dem Meereis von der russischen Arktis bis in die Framstraße zwischen Grönland und Spitzbergen. Die internationale MOSAiC-Expedition unter der Leitung des Alfred-Wegener-Instituts hat zum Ziel das arktische Klimasystem besser zu verstehen und Klimamodelle zu verbessern. Dafür ist ein stark inter-disziplinäres Messprogramm von großer Bedeutung, das die Bereiche Atmosphäre, Ozean, Meereis, Biologie und Bio-Geochemie abdeckt. In diesem Vortrag wird der Schwerpunkt auf Meereis und der Satellitenfernerkundung liegen.
Seit mehr als 40 Jahren zeigen Satellitenmessungen die drastische Abnahme des arktischen Meereises. Der Temperaturanstieg in der Arktis ist mehr als doppelt so hoch wie im globalen Mittel. Dieses als »Arktische Verstärkung« bezeichnete Phänomen ist eines der stärksten zur- zeit beobachteten Signale des weltweiten Klimawandels.
Dr. Gunnar Spreen von der Universität Bremen war während des ersten und letzten der fünf Fahrtabschnitte mit an Bord von Polarstern und wird über Eindrücke und erste Forschungsergebnisse berichten.
Veranstaltungsort: MARUM I Raum 0180
Dozent: Prof. Dr. Jens Lehmann
Zeit: 10. November 2022 17:45 Uhr
Wir bieten öffentliche Führungen durch die Geowissenschaftliche Sammlung an. Termine und Teilnehmerzahl sind streng limitiert. Themen sind die Geschichte der Sammlung und die nähere Betrachtung einzelner Highlights der Sammlung sowie ein Einblick in aktuelle Forschungsprojekte. Im Anschluss an die Führung findet der Geowissenschaftliche Arbeitskreis der Universität Bremen statt.
Es ist eine Anmeldung per Email (mkrogmann@uni-bremen.de) nötig. Pro Führung können 15 Personen die Sammlung für 45 min besuchen. Treffpunkt ist der Sammlungsraum:
MARUM I Raum 0180
Leobenerstr. 8
28359 Bremen
Unter www.geosammlung.uni-bremen.de/de/fuehrungen/ können sie nachschauen ob noch freie Plätze vorhanden sind.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Prof. Dr. Ella Schmidt
Die Kristallographie untersucht wie die Atome in einem Material angeordnet sind. Der Zusammenhang zwischen Struktur und physikalischen Eigenschaften eines Materials kann erklären warum Diamant so hart ist und warum Schichtsilikate Wasser aufnehmen können. Mit normalen Lichtmikroskopen kann man Atome nicht sichtbar machen, deshalb benutzt man Beugungsexperimente, aus denen man den atomaren Aufbau ableiten kann. Der Vortrag erklärt, wie Minerale kristallographisch untersucht werden, einfache Struktur-Eigenschaftsbeziehungen und wie wir das auf die Entwicklung von neuen Batterien und Solarzellen anwenden können.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Prof. Dr. Jens Lehmann
Viele Bremer sammelten während des Jahres 2022 wieder Gesteine, Fossilien und Mineralien. Deshalb wird neben dem gemütlichen Beisammensein auf der Weihnachtsfeier ein „Exponat des Jahres“ prämiert. Es ist dabei egal, ob dieses aus dem Bremer Umland, fernen Regionen Europas oder aus Übersee stammt. Das interessanteste, schönste oder am besten präparierte Stück wird als „Weser GeoHighlight 2022“ von den Anwesenden gewählt und mit einem Preis ausgezeichnet. Außerdem präsentiert die Geosammlung ihre wichtigsten Neuzugänge des Jahres und das Vortragsprogramm für das Jahr 2023 wird vorgestellt.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Lutz Kaecke
In leeren Cephalopodenschalen können sich Anreicherungen von Fossilien finden, häufig sind diese besser erhalten als im Umgebungsgestein. Der Vortrag von Lutz Kaecke geht auf die mögliche Entstehung und die Aussagekraft einzelner Funde ein. Gezeigt werden, per Bild und mit Handstücken, Beispiele aus dem Paläozoikum und dem Mesozoikum.
Veranstaltungsort: MARUM I Raum 0180
Dozent: Prof. Dr. Jens Lehmann
Zeit: 9. Februar 2023 17:45 Uhr
Wir bieten öffentliche Führungen durch die Geowissenschaftliche Sammlung an. Termine und Teilnehmerzahl sind streng limitiert. Themen sind die Geschichte der Sammlung und die nähere Betrachtung einzelner Highlights der Sammlung sowie ein Einblick in aktuelle Forschungsprojekte. Im Anschluss an die Führung findet der Geowissenschaftliche Arbeitskreis der Universität Bremen statt.
Es ist eine Anmeldung per Email (mkrogmann@uni-bremen.de) nötig. Pro Führung können 15 Personen die Sammlung für 45 min besuchen. Treffpunkt ist der Sammlungsraum:
MARUM I Raum 0180
Leobenerstr. 8
28359 Bremen
Unter www.geosammlung.uni-bremen.de/de/fuehrungen/ können sie nachschauen ob noch freie Plätze vorhanden sind.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozentin: Prof. Dr. Jens Lehmann

ACHTUNG: Der ursprünglich an diesem Termin angesetzte Vortrag von Frau Prof. Kasemann über Lithiumgewinnung in den Anden muss auf unbestimmte Zeit verschoben werden.
Ammoniten lebten über 300 Millionen Jahre auf unserem Planeten, oftmals sind sie sehr häufig und abertausende ihrer Fossilien finden sich in Gesteinen – vom Zeitalter des Devons bis in die Kreide. Über ihre Lebensweise und Biologie ist jedoch nur extrem wenig bekannt. In diesem Vortrag werden neue Forschungsergebnisse aufgezeigt und dargestellt, was den Wissenszuwachs begrenzt. Dabei werden unter anderem morphologische Veränderungen von Ammonitenschalen mit Paläotemperaturdaten, Meeresspiegelveränderungen, Schwankungen im Sauerstoffgehalt und Mikrofossil-Vergesellschaftungen verglichen.


