Kalender

Nov.
12
Do.
2020
ABSAGE WEGEN PANDEMIE! Citizen Science @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Nov. 12 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Jürgen Reinhardt, Andreas Witzel, Werner Liebenberg & Prof. Jens Lehmann

ABSAGE WEGEN PANDEMIE!

“Citizen Science” – auf Deutsch auch als Bürgerforschung bezeichnet – ist auf dem Vormarsch. Immer mehr Forschungseinrichtungen in Deutschland arbeiten mit Laien zusammen, was für beide Seiten von Vorteil ist. Zum einen würde über viele Forschungsfragen ohne “Citizen Science” niemand arbeiten, zum anderen erfüllen sich viele Laien einen Forschertraum. Sie verwirklichen sich und haben Freude an dieser Arbeit.“Citizen Science” ist keine neue Erfindung, besonders die Paläontologie ist für das Thema von jeher prädestiniert, denkt man beispielsweise an Gideon Mantell der als Arzt im 19. Jahrhundert in seiner Freizeit forschte und viele Fossilien erstmals beschrieb. Über die Aktivitäten der Laienarbeit in der Geowissenschaftlichen Sammlung der Universität Bremen berichten wir an diesem Abend und zeigen was und wieviel bereits bewegt wurde.

Apr.
28
Do.
2022
Auf den Spuren der Eiszeit und die Fossilien des Travertin von Weimar @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Apr. 28 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Werner Liebenberg

 

In den Travertinen von Weimar, Ehringsdorf und Taubach werden seit gut zwei Jahrhunderten Säugetierfossilien gefunden. Selbst in Goethes Sammlung finden sich interessante Stücke. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts sind die Travertine auch eine bedeutende Neandertaler-Fundstätte. Eine beachtliche Anzahl von Funden kam durch Ankauf und Schenkung an das Bremer Überseemuseum. Der Vortrag stellt diese Fossilien vor und erzählt ihre Geschichte.

Auch wenn von Seiten der Universität keine Maskenpflicht mehr bestehen wird möchten wir Sie zu Ihrer und unserer Sicherheit bitten vorerst noch eine FFP2 Maske auf den Treffen zu tragen (mit Ausnahme des jeweiligen Vortragenden). Da wir bei unseren Treffen einige Teilnehmer aus vulnerablen Gruppen haben wäre das ein solidarischer Akt um diese zu schützen. Herzlichen Dank für das Verständnis.

 

Mai
12
Do.
2022
Der Piesberg – Farne, Libellen und die Geschichte der Kohle @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Mai 12 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Jürgen Reinhardt

Der Piesberg im Osnabrücker Bergland ist eine der bedeutendsten Fundstellen für Fossilien aus dem Karbon weltweit. Früher vor allem für seine in irisierenden Farben erhaltenen Pflanzenfossilien bekannt, ist er in den letzten Jahren durch spektakuläre Insektenfunde berühmt geworden. Neben den paläontologischen Funden wird im Vortrag auch die historische und wirtschaftliche Bedeutung des Piesberges als Kohlezeche im 19. Jahrhunderts und als Steinbruch für Sandstein im 20. Jahrhundert besprochen.

Auch wenn von Seiten der Universität keine Maskenpflicht mehr bestehen wird möchten wir Sie zu Ihrer und unserer Sicherheit bitten vorerst noch eine FFP2 Maske auf den Treffen zu tragen (mit Ausnahme des jeweiligen Vortragenden). Da wir bei unseren Treffen einige Teilnehmer aus vulnerablen Gruppen haben wäre das ein solidarischer Akt um diese zu schützen. Herzlichen Dank für das Verständnis.

 

Juni
16
Do.
2022
Rote Megafluten vor Kanadas Küste: Sedimentäre Zeugnisse von fünf katastrophalen Schmelzwasserdurchbrüchen @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Juni 16 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Prof. Tilo von Dobeneck

Wayne Hsieh CCBY-NC2_0

Während der letzten Eiszeiten war Kanada fast vollständig durch den mächtigen Laurentischen Eisschild bedeckt, dessen Rückzug vor ca. 18.000 Jahren begann und erst vor ca. 4000 Jahren beendet war. Das Abschmelzen der Eismassen führte zu gewaltigen episodischen „Gletscherläufen“, Ausbrüchen von riesigen sub- und periglazialen Schmelzwasseransammlungen in den Nordwestatlantik. Fünf dieser Ausbrüche erfolgten durch das Gletschertal des St.-Lorenz-Eisstroms und wurden im Rahmen des bremisch-kanadischen Graduiertenkollegs ArcTrain anhand von Sedimentkernen von den Grand Banks von Neufundland erstmals genau rekonstruiert und datiert. Geophysikalische, sedimentologische und geochemische Verfahren liefern in Kombination ein schlüssiges Bild über den Ablauf dieser Ereignisse und die Herkunft und Charakteristik der als „Plumite“ bezeichneten Sedimentablagerungen.

 

Sep.
8
Do.
2022
Titel kommt noch! @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Sep. 8 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Dr. Lester Lembke-Jene

Okt.
13
Do.
2022
Ein Jahr im arktischen Eis – Bericht und erste Ergebnisse der MOSAiC-Expedition @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Okt. 13 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Dr. Gunnar Spreen

Dr. Gunnar Spreen ist Leiter der Arbeitsgruppe »Fernerkundung der Polarregionen« am Institut für Umweltphysik der Universität Bremen. Er beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit Satellitenbeobachtungen von Meereis in der Arktis und Antarktis. Gunnar Spreen studierte Physik in Hamburg und Bremen. Bei seiner Diplomarbeit wurde das Interesse für die Polarregionen und Satellitenfernerkundung geweckt. Sodass er sich damit während seiner Doktorarbeit in Ozeanographie an der Universität Hamburg weiter beschäftigte. Danach folgten Forschungsaufenthalte am NASA Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, Kalifornien, USA (bis 2012) und am norwegischen Polarinstitut in Tromsø (bis 2015).

Bei der MOSAiC-Expedition ist Gunnar Spreen als Mitglied des Project Boards für die Koordination der Fernerkundungsaktivitäten verantwortlich. Für insgesamt 5 Monaten war er mit an Bord des Forschungseisbrechers Polarstern, um mit Hilfe von Instrumenten auf der Eisscholle, die Satellitenbeobachtungen aus dem Weltall zu verbessern.

Von Oktober 2019 bis September 2020 driftete der Forschungseisbrecher Polarstern für ein Jahr mit dem Meereis von der russischen Arktis bis in die Framstraße zwischen Grönland und Spitzbergen. Die internationale MOSAiC-Expedition unter der Leitung des Alfred-Wegener-Instituts hat zum Ziel das arktische Klimasystem besser zu verstehen und Klimamodelle zu verbessern. Dafür ist ein stark inter-disziplinäres Messprogramm von großer Bedeutung, das die Bereiche Atmosphäre, Ozean, Meereis, Biologie und Bio-Geochemie abdeckt. In diesem Vortrag wird der Schwerpunkt auf Meereis und der Satellitenfernerkundung liegen.

Seit mehr als 40 Jahren zeigen Satellitenmessungen die drastische Abnahme des arktischen Meereises. Der Temperaturanstieg in der Arktis ist mehr als doppelt so hoch wie im globalen Mittel. Dieses als »Arktische Verstärkung« bezeichnete Phänomen ist eines der stärksten zur- zeit beobachteten Signale des weltweiten Klimawandels.

Dr. Gunnar Spreen von der Universität Bremen war während des ersten und letzten der fünf Fahrtabschnitte mit an Bord von Polarstern und wird über Eindrücke und erste Forschungsergebnisse berichten.

 

Nov.
10
Do.
2022
Kristallographie – von Mineralen zu Batterien und Solarzellen @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Nov. 10 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Prof. Dr. Ella Schmidt

Die Kristallographie untersucht wie die Atome in einem Material angeordnet sind. Der Zusammenhang zwischen Struktur und physikalischen Eigenschaften eines Materials kann erklären warum Diamant so hart ist und warum Schichtsilikate Wasser aufnehmen können. Mit normalen Lichtmikroskopen kann man Atome nicht sichtbar machen, deshalb benutzt man Beugungsexperimente, aus denen man den atomaren Aufbau ableiten kann. Der Vortrag erklärt, wie Minerale kristallographisch untersucht werden, einfache Struktur-Eigenschaftsbeziehungen und wie wir das auf die Entwicklung von neuen Batterien und Solarzellen anwenden können.

 

Dez.
8
Do.
2022
Weihnachtsfeier des Arbeitskreises @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Dez. 8 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Prof. Dr. Jens Lehmann

Viele Bremer sammelten während des Jahres 2022 wieder Gesteine, Fossilien und Mineralien. Deshalb wird neben dem gemütlichen Beisammensein auf der Weihnachtsfeier ein „Exponat des Jahres“ prämiert. Es ist dabei egal, ob dieses aus dem Bremer Umland, fernen Regionen Europas oder aus Übersee stammt. Das interessanteste, schönste oder am besten präparierte Stück wird als „Weser GeoHighlight 2022“ von den Anwesenden gewählt und mit einem Preis ausgezeichnet. Außerdem präsentiert die Geosammlung ihre wichtigsten Neuzugänge des Jahres und das Vortragsprogramm für das Jahr 2023 wird vorgestellt.

 

Jan.
12
Do.
2023
Fossilanreicherungen in Cephalopodengehäusen @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Jan. 12 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Lutz Kaecke

In leeren Cephalopodenschalen können sich Anreicherungen von Fossilien finden, häufig sind diese besser erhalten als im Umgebungsgestein. Der Vortrag von Lutz Kaecke geht auf die mögliche Entstehung und die Aussagekraft einzelner Funde ein. Gezeigt werden, per Bild und mit Handstücken, Beispiele aus dem Paläozoikum und dem Mesozoikum.

 

Feb.
9
Do.
2023
Rätselhafte Ammoniten – Neue Erkenntnisse zur Biologie und Lebensweise @ MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen
Feb. 9 um 19:20 – 21:00

Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozentin: Prof. Dr. Jens Lehmann

ACHTUNG: Der ursprünglich an diesem Termin angesetzte Vortrag von Frau Prof. Kasemann über Lithiumgewinnung in den Anden muss auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Ammoniten lebten über 300 Millionen Jahre auf unserem Planeten, oftmals sind sie sehr häufig und abertausende ihrer Fossilien finden sich in Gesteinen – vom Zeitalter des Devons bis in die Kreide. Über ihre Lebensweise und Biologie ist jedoch nur extrem wenig bekannt. In diesem Vortrag werden neue Forschungsergebnisse aufgezeigt und dargestellt, was den Wissenszuwachs begrenzt. Dabei werden unter anderem morphologische Veränderungen von Ammonitenschalen mit Paläotemperaturdaten, Meeresspiegelveränderungen, Schwankungen im Sauerstoffgehalt und Mikrofossil-Vergesellschaftungen verglichen.

 

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