- Kategorien
-
Schlagwörter
Alstätte Altersbestimmung Ammoniten Antarktis Archaeopteryx Arktis Bericht Biologie Blütenpflanzen Bohrkernlager Bondons Bornholm Bremen Chemie Chemnitz Chemosynthese Citizen Science Cornwall Damme Diatomeen Dinosaurier Dolomiten Eiszeit Eozän Evolution Exkursion Fische Foraminiferen Forschung Fossilfundstelle Fossilien Fossiliensuche Fotografie Frankreich Führung Geologe Geologie Geowissenschaftliche Sammlung Geowissenschaftlicher Arbeitskreis Geschiebe Gesteine Gletscher Goethe Gondwanaland Gotland Grand Causses Granit Haifischzähne Höver Insekten Isotopen Jura Kalk Kambrium Kammerlinge Karbon Kieselgur Kinder Klima Klimaerwärmung Klimaforschung Klimawandel Kohle Konkretionen Krankheiten Kreide Kristallographie Krokodile Lackfilm Langenberg Lebensweise Malta MARUM Meeresforschung Menhire Messel Mineralien Monte Bolca MOSAiC-Expedition Naturwelterbe Ökosystem Once upon a time Ordovizium Osnabrück Ozeane Paläontologie Perm/Trias-Grenze Pflanzen Piesberg Plattenkalk Pliozän Polkappen Präparation Reisen Riffe ROV Sammeln Schichtstufenlandschaft schwäbische Alb Sediment Sedimente Silur Solnhofen Spitsbergen Spuren Steinbruch STP Südfrankreich Tag der offenen Tür Tektonik Tiefsee Tithonium Tongrube Travertin Trias Tümmererz Ultraviolet UNISchullabor Unterkreide Urpferd Vögel Vortrag Wald Wealden Weihnachten Weihnachtsfeier Weser Geo-Highlight Willershausen Zardini
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Jürgen Reinhardt & Andreas Witzel
ABSAGE WEGEN PANDEMIE!
Der Steinbruch am Piesberg bei Osnabrück ist einer der größten Steinbrüche Europas, die darin enthaltene Kohle wurde bereits in historischer Zeit abgebaut. Der Piesberg erschließt Schichten des Oberkarbon, sie repräsentieren Ablagerungen des karbonzeitlichen Treibhausklimas, indem die urzeitlichen Wälder extrem gut gedeihen konnten. Aus diesem Grund finden sich vor allem sehr viele Pflanzenfossilien in den Schichten, aber der Piesberg ist auch für tierische Fossilien bekannt. Lange Zeit war die Fundstelle vor allen Dingen für Pfeilschwanzkrebse berühmt, seit einiger Zeit machen aber optisch weit weniger attraktive Fossilien Schlagzeilen. Diese sind eher klein und unscheinbar, aber wissenschaftlich enorm bedeutsam. Über alte und in neuerer Zeit getätigte Funde vom Piesberg berichtet dieser Vortrag.
Vortragsort: MARUM Raum 0180
Dozent: Jürgen Reinhardt, Andreas Witzel, Werner Liebenberg & Prof. Jens Lehmann
ABSAGE WEGEN PANDEMIE!
“Citizen Science” – auf Deutsch auch als Bürgerforschung bezeichnet – ist auf dem Vormarsch. Immer mehr Forschungseinrichtungen in Deutschland arbeiten mit Laien zusammen, was für beide Seiten von Vorteil ist. Zum einen würde über viele Forschungsfragen ohne “Citizen Science” niemand arbeiten, zum anderen erfüllen sich viele Laien einen Forschertraum. Sie verwirklichen sich und haben Freude an dieser Arbeit.“Citizen Science” ist keine neue Erfindung, besonders die Paläontologie ist für das Thema von jeher prädestiniert, denkt man beispielsweise an Gideon Mantell der als Arzt im 19. Jahrhundert in seiner Freizeit forschte und viele Fossilien erstmals beschrieb. Über die Aktivitäten der Laienarbeit in der Geowissenschaftlichen Sammlung der Universität Bremen berichten wir an diesem Abend und zeigen was und wieviel bereits bewegt wurde.
Vortragsort: Youtube-Livestream (YouTube-Kanal GSUB)
Dozent: PD Dr. Frank Lisker
Cornwall – das steht für englische Riviera, romantische Strände, steile Klippen, üppige Gärten, düstere Moore und Rosamunde Pilcher. Die idyllischen Landschaften der Grafschaft resultieren aus einer Geologie, die von der Variszischen Orogenese geprägt wurde – einer Gebirgsbildung, die vor 400-250 Millionen Jahren auch das Erzgebirge, den Harz und weite Teile Süd- und Westdeutschlands beeinflusste. In Cornwall führte sie zur Platznahme großer Granitkomplexe, deren Erze für mehrere Jahrhunderte eine wichtige Grundlage für den Reichtum Englands bildeten. Besonders in das Auge fallen aber die spektakulären Falten der cornischen Steilküsten, die in keinem seriösen Lehrbuch der Tektonik fehlen dürfen.
Vortragsort: Youtube-Livestream (YouTube-Kanal GSUB)
Dozent: Prof. Dr. Jens Lehmann
In der zweiten virtuellen Reise nach Cornwall soll es hauptsächlich um die Sedimentgesteine des Karbons gehen. Für die Zeit des Karbons sind in Mitteleuropa vor allem Sumpfwälder, und die daraus resultierende Kohle, ein zentrales Thema. An den steilen Küsten im Norden Cornwalls finden sich dagegen fast überhaupt keine kohligen Gesteinslagen in den von der Erosion angenagten Steilklippen, vielmehr bestehen die Sedimentschichten hier aus Sandsteinen bzw. Grauwacke genannten Gesteinen. Diese wurden im Meer aber auch in Brack- bzw. Süßwasserseen abgelagert. Das Gestein enthält mitunter interessante Spurenfossilien und selten auch fossile Fische.
Vortragsort: Youtube-Livestream (YouTube-Kanal GSUB)
Dozent: Prof. Dr. Jens Lehmann
Der Begriff Wealden bezeichnet festländische Sedimente der Unterkreidezeit. Sie wurden im Süß- und Brackwasser von Flussauen oder auch in Lagunen abgelagert. Der Begriff leitet sich vom Namen der südenglischen Landschaft Weald ab. Spannend am Wealden sind nicht nur dessen dynamische Ablagerungsbedingungen sondern auch seine Fossilien. Dieses sind zum Beispiel Pflanzen, Schildkröten, Haie, Krokodile. Besonders herausragend sind vor allem Fährten von Dinosauriern und deren Knochen. Die bedeutendsten Dinosaurierfunde Europas stammen aus dem Wealden.
Vortragsort: Youtube-Livestream (YouTube-Kanal GSUB)
Dozent: Harald Rohe
Der späteste Jura und die früheste Kreide sind in Niedersachsen in der Regel schlecht aufgeschlossen. Dadurch ist zwar die generelle Abfolge der Schichten bekannt, der Fossilinhalt jedoch nur eher schlecht. Ausnahmen sind zum Beispiel die Dinosaurierspuren aus dem Naturdenkmal Münchehagen. Diese Gesteinsschichten lassen jedoch noch einen weit detaillierteren Einblick in die Landökosysteme jeder Zeit zu, die neben riesigen Reptilien noch viel mehr zu bieten hatten. Die kleinen Fossilien von denen in diesem Vortrag berichtet wird sind mindestens genauso spannend – gemeint ist die aus Deutschland bisher fast unbekannte fossile Insektenwelt jener Zeit. Der Vortrag gibt einen ersten Einblick in diese bislang wissenschaftlich fast unbearbeitete Thematik.
Vortragsort: Youtube-Livestream (YouTube-Kanal GSUB)
Dozent: Werner Liebenberg
Goethe war als Berater des Herzogs Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757–1828) auch für Universitäten und im Bergbau zuständig. Dieses war ein Grund, daß er sich intensiv mit der Geologie und dem Bergbauwesen beschäftige. In diesem Zusammenhang unternahm er drei Harzreisen, auf denen er Bergwerke besuchte und Mineralien und Gesteine sammelte. Die Stationen dieser Harzreisen soll dieser Vortrag nachvollziehen und aus heutiger Sicht betrachten.
Vortragsort: Youtube-Livestream (YouTube-Kanal GSUB)
Dozent: Bastian Hische, Jakob Quabeck
Der norddeutsche Raum ist maßgeblich von Eiszeiten in der geologisch nahen Vergangenheit geprägt. Sedimente spielen eine wichtige Rolle in der Erforschung der Eiszeiten, da ihre Strukturen Einblicke in die Bedingungen zu ihrer Entstehung ermöglichen. Lackfilme, sozusagen Abdrücke der Schichten im Untergrund, bieten hier eine besonders anschauliche Darstellung solcher Eiszeitablagerungen. Die Geowissenschaftliche Sammlung der Universität Bremen kam kürzlich in den Besitz einiger spannender Lackfilme, mit denen wir einen Blick in die eiszeitliche Vergangenheit der Region werfen!
Vortragsort: Youtube-Livestream (YouTube-Kanal GSUB)
Dozent: Harald Rohe
Wer fasziniert ist von der Erdgeschichte, ihren vielfältigen Gesteinen und der durch Fossilien belegten Evolution, der kommt vor allem bei Geschieben auf seine Kosten. Geschiebe sind durch Gletschereis abgetragene und umgelagerte Gesteine, die oft weit von ihrem Ursprungsort erneut zur Ablagerung geraten. Solche Gesteine findet man zum Beispiel rund um die Ostsee, aber auch weit nach Süden bis ins Ruhrgebiet. In diesem Vortrag soll die Rede von Geschiebe und Fossilien aus dem Münsterländer Kiessandzug an der Grenze von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sein. Hier findet sich eine besonders breite Palette unterschiedlicher Gesteine, da das Eis auf seinem Weg auch viele lokale Gesteine abgehobelt und verfrachtet hat.
Vortragsort: Youtube-Livestream (YouTube-Kanal GSUB)
Dozent: Prof. Dr. Jens Lehmann
Die dänische Insel Bornholm ist geologisch und landschaftlich sehr vielfältig. Im Norden der Ostseeinsel finden sich felsige und steile Granitküsten, im Süden lange Sandstrände und weiße Kreidefelsen. Dieser Vortrag berichtet über persönliche Eindrücke einer Reise – und nicht nur über deren Geologie und Paläontologie. In diesem ersten Teil geht es hauptsächlich um magmatische Gesteine und um Ablagerungen des frühen Erdaltertums, einschließlich von Aspekten der Nutzung der geologischen Ressourcen.


